
Am 25.02.2020 wurde die Fatih Moschee (DITIB) in Pforzheim erneut aufgrund einer Bombendrohung evakuiert. Die Vorsitzenden der Moschee erhielten eine E-Mail, in der die Explosion der Bombe auf 18.00 Uhr angekündigt wurde. Die Gemeindemitglieder informierten um 17.03 die Polizei. Diese räumte das Gebäude, sperrte ab dem angekündigten Zeitraum das Gebiet um die Moschee für 15 Minuten weitläufig ab, wobei von der Sperrung auch die Gleise der Deutschen Bahn sowie ein Teil der Bundesstraße 10 betroffen waren. Das Moscheegebäude wurde mit Spürhunden nach Sprengstoff durchsucht. Bei der Durchsuchung wurde allerdings nichts ...

Am 19.02.2020 um 13:02 erhielt die Fatih Moschee in Bremen per Email eine Bombendrohung. Die Drohung enthielt auch rechtsextremistische Parolen. Die Polizei ließ das Gebäude räumen und durchsuchte es mit Spürhunden nach Sprengstoff. Bei der Durchsuchung wurde allerdings nichts entdeckt. Die Polizei verstärkte die Schutzmaßnahmen an der Moschee. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Ermittelt wird wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten. Quelle

Am 13.02.2020 wurde die Fatih Moschee (DITIB) in Pforzheim aufgrund einer Bombendrohung evakuiert. Die Vorsitzenden der Moschee erhielten um 21:12 eine E-Mail, in der mit einem Großschadensereignis für Freitag den 14.02.2020 um 12:15 Uhr gedroht wurde. Die Polizei räumte und durchsuchte das Gebäude mit Spürhunden nach Sprengstoff. Bei der Durchsuchung wurde allerdings nichts entdeckt. Bis Freitagmittag sicherte eine Streife die Moschee. Die Kriminalpolizei und der Staatsschutz Karlsruhe haben die Ermittlungen übernommen. Quelle

Am 31.01.2020 wurden erneut die Scheiben des Islamischen Kultur Centers in Ulm eingeschlagen. Es entstand auch dabei ein Sachschaden. Ein Tatverdächtiger konnte ermittelt werden. Dieser hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert. Der Tatverdächtige hatte einige Tage zuvor die Scheiben der arabischen Moschee und die Scheiben des Islamischen Kultur Centers in Ulm eingeschlagen. Die Moscheeangriffe in Ulm wurden erst durch eine gemeinsame Erklärung des „Ulmer Rates der Religionen“ bekannt. Quelle

Wolfgang Benz Im Diskurs über die angebliche Überfremdung Deutschlands und die Gefahr, die durch „den Islam“ dem Abendland drohen soll, fließen zwei Ströme zusammen. Für den einen ist Thilo Sarrazins Pamphlet „Deutschland schafft sich ab“ repräsentativ als Gebräu aus sozialdarwinistischen, nationalistischen und rassistischen Ingredienzien. Der andere transportiert religiöse und kulturelle Ressentiments. In den säkularisierten Gesellschaften Europas ist das weder ein Signal der Wiederkehr von Religion in den Alltag der Menschen noch der oft beschworene „clash of civilizations“ als Kampf der Kulturen. Der religiöse Vorbehalt ist ein Relikt aus der Asservatenkammer. Als Argument der Ausgrenzung hat die Diskriminierung der Religion eine lange Tradition.

Olga Janzen Viele Moscheen in Deutschland bieten Führungen für nicht-muslimisches Publikum an. Sie öffnen ihre Türen unter dem Vorzeichen des interkulturellen und interreligiösen Dialogs und verbinden damit unter anderem das Ziel Vorbehalte, Ängste und Vorurteile gegenüber dem Islam und Muslim*innen in Deutschland abzubauen. Das Angebot der Führungen erlebt ein reges Interesse. Eine der quantitativ bedeutendsten Zielgruppen sind dabei Schulklassen, die meist im Rahmen des Religionsunterrichts in Begleitung von Lehrkräften die Moscheen besuchen.